Google Search Console
Einen Blick in die Google Search Console des eigenen Portals zu werfen kann wertvolle Einsichten vermitteln.
Die Google Search Console ist mit Live-Gang für jedes Portal konfiguriert. Sie zeigt viele hilfreiche Informationen an:
- Leistung: wie oft kommen Nutzer über die Google Suche ins Portal, über welche Suchanfragen, wie oft wird mein Portal in den Suchergebnissen angezeigt
- URL-Prüfung: Check wie Google eine Seite indiziert
- Abdeckung: Anzeige der Fehler, Warnungen, gültige Seite, ausgeschlossene Seiten (vom Index)
Abdeckung: Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert
zur Übersicht dieser Seite in der Google Search Console gelangen: -> Abdeckung (linkes Menü) -> Ausgeschlossen auswählen -> in „Details“ Liste auf die Zeile „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ klicken
Es handelt sich hier um alle Seiten im Portal, die Google zwar kennt, aber nicht in seinen Suchindex aufgenommen hat. Damit erscheinen diese Seiten auch nicht in potentiellen Suchergebnissen auf Google.

Google gibt leider nicht an, warum die Seiten nicht in den Index aufgenommen wurden. Grundsätzlich möchte Google Nutzern nur relevante, gute Suchergebnisse präsentieren. Recherchen haben ergeben, dass es sich um verschiedene Gründe handeln könnte:
- doppelter Content: Google hat schon eine Seite mit (fast) gleichem Content indexiert
- wenig Content: manche Seiten haben nur wenig Inhalt – z.B. keine oder wenige Suchergebnisse (abseits von generischem, wie Menü etc.)
- wenig Relevanz: kaum andere Seiten zeigen auf diese (Unter-)Seite
- Google braucht Rechenleistung um Webseiten korrekt zu indizieren – das kann also auch mal deutlich später passieren
- Googles Antwort: https://support.google.com/webmasters/answer/34441?hl=de
Eine Analyse eines beispielhaften discoverize Portals hat folgende Erkenntnisse gebracht:
- der größte Teil der betroffenen Seiten sind Suchseiten (97%)
- noch ein Teil (7%) sind speziell reingezoomte Suchseiten, oder Seiten mit ganz speziellen Parametern („pagesize“, „query“)
- die Hälfte der betroffenen Suchseiten sind solche mit „page=“ Parameter, also nicht die erste Ergebnisseite einer Suche
- viele weitere Suchseiten sind seltene Kombinationen von verschiedenen Eigenschaften, die dementsprechend auch nur wenige Suchergebnisse aufweisen
- einige spezielle Suchseiten haben wohl auch die selbe Ergebnismenge (und damit duplicate bzw. sehr ähnlicher Content)
- es kann einige Eintragsseiten geben (ca. 2% der betroffenen Seiten)
potentielle Aktionen:
- Bei einzelnen Seiten kann man manuell eine Indexierung beantragen. Dazu auf die Seite in der Liste der Beispiele klicken und „URL prüfen“ auswählen, dann „Indexierung beantragen“. Das kann besonders für Eintragsseiten oder spezielle Seiten hilfreich sein, die über die Google Suche gefunden werden sollen. Manchmal zeigt Google dann auch schon an, dass die Seite indexiert ist (oft ist die Statistik auf der Ausgangsseite veraltet).
- Warten. Google indexiert Seiten nach und nach. (Wie man an der Grafik oben sieht, verringert sich die Anzahl der betroffenen Seiten.)
- Suchseiten mit Content befüllen (Gebiets- und Eigenschaften-Contentblöcke)
Insgesamt sind die Möglichkeiten aber für Portalbetreiber begrenzt, da letztendlich die Algorithmen von Google darüber entscheiden, welche Seiten in den Index aufgenommen werden.
Abdeckung: Duplikat – Google hat eine andere Seite als der Nutzer als kanonische Seite bestimmt
Dies sind Seiten, die mittlerweile einen Redirect haben, weil z. B. der Name eines Gebiets geändert wurde oder der Eintragsname geändert wurde.
Außerdem könnten hier Ort-Suchseiten aufgelistet sein, die mittlerweile keinen Eintrag mehr innerhalb des Ortes haben (weil diese gelöscht oder deaktiviert wurden).
Sitemaps
Sitemaps sind auch immer wieder ein Thema, das für Unklarheiten sorgen kann. Auf allen Branchenportalen gibt es eine XML-Sitemap, die auch aus mehreren Dateien bestehen kann. Die Sitemap ist aber immer nur ein Baustein, über den Google und andere Suchmaschinen Seiten finden können, um diese dann zu crawlen und / oder zu indizieren. Genauso wichtig sind dafür interne und externe Verlinkungen.
Einlesen der Sitemap
Es liegt leider an Google zu entscheiden, wie oft eine Sitemap eingelesen wird. Erfahrungsgemäß ist beim Portalstart die Häufigkeit von größeren URL-Änderungen noch höher, so dass hier Sitemaps auch häufiger ausgelesen werden. Alle Seiten sind ja auch im Portal selbst verlinkt, z. B. von übergeordneten Suchseiten oder oder gebietsspezifischen Suchseiten oder von Eintragsseiten. Deswegen kann das Einlesen der Sitemap mit der Lebensdauer eines Portals absinken.
Discovered URLs
Manchmal ist dieser Wert 0. Das heißt lediglich, dass Google z. B. über interne Verlinkungen die Seiten gefunden hatte oder bereits kannte. Die Zahl hier erhöht sich nur, wenn Seiten mit Hilfe der Sitemap gefunden wurden. Dieser Wert ist normalerweise bei neuen Branchenportalen ziemlich hoch, da bei diesen viele Unterseiten über die Sitemap gefunden werden.
Mehr Informationen dazu gibt es z. B. in diesem externen Artikel Why Google Search Console shows zero discovered URLs?
URL Inspection Tool
Wenn man selbst heraus finden möchte, wie Google eine Seite gefunden hat, kann man mit Hilfe des URL Inspection Tools detailliertere Informationen zur Discovery herausfinden:

- URL Inspection tool öffnen
- Gewünschte Seite als URL einfügen
- Unter Page Indexing > Discovery gibt es weitere Informationen, z. B. Referring pages oder eben eine Sitemap, falls die Seite über die Sitemap gefunden wurde